Erfahrungsbericht · Sommer 2026 · Bettmeralp

Sommerferien in den BergenEin Gletscher, zwei Kinder und ein kulinarisch anspruchsvoller Ehemann.

August 2026 · Tochter 8, Sohn 10 Entdecken
Wie es dazu kam

Wir fliehen vor der Hitze

Uns war es im Unterland einfach zu heiss und wir mussten einfach weg. Einfach? so einfach ist das nicht. Mein Mann ist halber Italiener, kocht am liebsten jeden Tag selber, und unsere Sommer gehören seit Jahren dem Meer und dem Strand. Berge waren nie der Plan.

Nach den obligaten Strandferien war es uns in der Schweiz dann doch zu heiss. Wir brauchten einen Kurzaufenthalt weiter oben. Höhenluft. Abkühlung. Kurzferien in den Bergen. Wenn es geht in einem rustikalen Berghotel, mit Geschichte?

Wir gehen ungern in Hotels. Zu steril, zu unpersönlich. Und mein Mann und die Kinder sind beim Essen, sagen wir mal, «anspruchsvoll».

Einen Ort zu finden, der die Kinder glücklich macht und bei dem nach dem ersten Abendessen niemand den Teller zurückgehen lässt, weil es «einfach nicht gut» ist: ungefähr so schwierig wie ein Parkplatz in Zürich am Samstagnachmittag zu finden.

Der Kurzaufenthalt

Gesucht und gebucht.
Hotel und Restaurant Alpfrieden auf der Bettmeralp

Auf Social Media sind wir über ein Angebot gestolpert: Wer im Hotel Alpfrieden auf der Bettmeralp min. zwei Nächte bucht, reist gratis mit dem öffentlichen Verkehr an. Für uns vier war das eine Ersparnis von über 300 Franken (das Angebot ist noch bis Ende Oktober 2026 gültig).

Etappe 01 · Die Anreise

Wir sind beide
keine ÖV-Menschen.

Wir fahren sonst Auto, aus Bequemlichkeit und aus Gewohnheit.

Zugfahrt durch das Rhonetal Richtung Betten Talstation
Schön, wenn man sich nicht nach dem Verkehr und dem Stau auf der Strasse richten muss...
CHF 300+gespart, weil die ÖV-Anreise im Angebot enthalten war
3 Std. 40von Zürich bis hinauf auf die Alp
0Kilometer Stau auf der ganzen Strecke
Es hat tatsächlich alles funktioniert.

Für einmal ein Kompliment an die SBB, die Anreise war so geplant, das wir bei jedem Umsteigen nicht zu viel Zeit hatten, aber auch nicht zu wenig. Swiss like halt ;)
Nach der Buchung kamen die Gutscheincodes per Mail. Eingegeben in der SBB-App, Billette gelöst, fertig. Kein Anstehen am Schalter, kein Erklärungsnotstand, keine Diskussion mit einem Automaten. Wer schon einmal mit vier Personen und einem mürrischen Ehemann am Bahnhof stand, weiss, was das bedeutet.

Unterwegs

Drei Stunden vierzig von Zürich bis zur Talstation Bettmeralp in Betten, danach mit der Gondel hinauf. Die Kinder haben gelesen, gespielt und aus dem Fenster geschaut. So entspannt sind wir selten Zug gefahren.

Blick aus dem Zugfenster auf der Fahrt ins Wallis
Zwei Kinder im Zug auf dem Weg in die Sommerferien
Talstation Betten, Ausgangspunkt der Gondel auf die Bettmeralp
Etappe 02 · Ankunft

Man kommt an,
und es ist einfach still.

Ein "Detail", das man erst oben merkt:
Die Bettmeralp ist autofrei. Man hört die Kuhglocken und riecht die frische, klare Luft.

Hotel Alpfrieden auf der Bettmeralp mit Sonnenterrasse
Das Berghotel Alpfrieden
Kuehe auf der Weide vor dem Hotel Alpfrieden auf der Bettmeralp
Der erste Empfang

Vor dem Haus stand
das Begrüssungskomitee.

Man steigt aus der Gondel, geht zweihundert Meter, und dann stehen da Kühe. Nicht hinter einem Zaun im Gehege, sondern einfach auf der Wiese vor dem Hotel, mit Glocken, kauend, völlig unbeeindruckt. Unsere Kinder sind stehen geblieben und haben eine Weile nichts gesagt und einfach nur grosse Augen gemacht.

Das Berghotel Alpfrieden liegt sehr zentral auf der Bettmeralp und alles ist in 10 bis 20 Minuten zu Fuss erreichbar.

Die Gastgeberin

Nach fünf Minuten
wie zu Hause.

Empfangen hat uns Silvia, die Chefin, und zwar persönlich und mit einer ehrlichen Herzlichkeit, die man nicht spielen kann.

Die ganze Belegschaft hat uns behandelt, als wären wir nicht das erste Mal hier. Sehr familiär, aufmerksam und sympathisch.

Gastgeberin Silvia vor dem Hotel Alpfrieden
Suite Solana im Hotel Alpfrieden, Wohnbereich
Die Suite Solana

Das Zimmer für Familien

Die Suite Solana verfügt über zwei getrennte Zimmer. Wer schon einmal mit zwei Kindern in einem einzigen Hotelzimmer geschlafen hat, weiss, was das wert ist. Eines für uns, eines für sie, dazwischen eine Tür, die man zumachen kann. Bingo.

Das Kinderzimmer

Beide Zimmer mit Panorama-Fernseher

Die Aussicht aus dem Bett war auch am Abend viel interessanter als der Fernseher. Die Kinder hatten direkten Zugang zum Badezimmer.

Suite Solana, zweites Zimmer für die Kinder
Suite Solana, Detailansicht
Ehrlich gesagt

Keine Minibar.
Dafür viel Holz.

Genau so etwas hatten wir gesucht: ein Haus, das seit 1948 in Familienhand ist, viel Holz, Blumen am Balkon und einer Aussicht, die ihresgleichen sucht. Fast schon etwas kitschig.

Wir hatten einen grossen Balkon mit zwei Stühlen. So konnten wir die Aussicht noch besser geniessen.

Etappe 03 · Die Terrasse

Auf Augenhöhe
mit den Gipfeln.

Das erste, was wir gemacht haben, nachdem wir das Gepäck aufs Zimmer gebracht hatten: sofort auf der Terrasse Platz nehmen. Nicht in einem Tal, unterhalb der Berge, sondern auf Augenhöhe.

Sonnenterrasse des Hotel Alpfrieden mit Gaesten und Blick auf die Walliser Alpen
Die schönste Terrasse der Bettmeralp. Behaupte ich zumindest.
Viermal Schnitzel mit Pommes. Ich weiss...

Ganz standesgemäss für eine Unterländerfamilie in den Bergen. Viermal Schnipo mit Cola. Die Kinder haben restlos alles aufgegessen. Manchmal muss man den Ferien einfach ihren Lauf lassen. Tagsüber gibt es nur die kleine Karte, aber Schnitzel ist auf beiden drauf.

Was auf den Tisch kam

Schnitzel mit Pommes - Sechsmal in drei Tagen.

Schnitzel mit Pommes, Erbsen und Karotten auf der Terrasse des Hotel Alpfrieden
Kinder mit einem kalten Getraenk auf der Terrasse des Hotel Alpfrieden
Etappe 04 · Seilpark

Der Seilpark.
Das erste Highlight

Wir hatten damit gerechnet, irgendwo eine halbe Stunde bergauf marschieren zu müssen, mit den entsprechenden zähen Verhandlungen.

Zehn Minuten zu Fuss vom Hotel zum Seilpark Bettmeralp
Der Hinweg

Gleich um die Ecke

Vom Hotel dem Waldrand entlang, 10 min. zu Fuss, ohne einen einzigen Höhenmeter, der eine Diskussion wert gewesen wäre.

Tipp: Unterwegs liegt der Heilkräuterpfad mit seinen Tafeln. Den nimmt man im Vorbeigehen mit, ohne dass es sich nach Programm anfühlt.

Die Einweisung

Von Profis gesichert.

Unsere Kinder haben so etwas noch nie gemacht. Sie wurden angegurtet, bekamen Helm und Karabiner, und nach einer sehr professionellen, aber kindgerechten Einführung startete das Abenteuer.

Sicherheitseinweisung mit Gurt und Karabiner im Seilpark
Kind auf einer Seilbruecke im Kinderparcours
Im Parcours

Danach waren sie weg.
Von Baum zu Baum.

Balancieren, schwingen, einklinken, umhängen. Beide haben sofort verstanden, wie das System funktioniert, und dann waren wir 2.5 Stunden "arbeitslos". Hätten wir das gewusst, hätten wir noch eine kleine Flasche kühlen Weissen und zwei Gläser mitgenommen. Merken für nächstes Mal.

Kinder balancieren von Baum zu Baum im Seilpark
Die Auswahl

Verschiedene Parcours für jede Altersgruppe.

Man bezahlt einmal 13 Franken pro Kind und darf dann von halb zehn bis um fünf so oft durch, wie man mag. Unsere beiden haben zweieinhalb Stunden gebraucht, um beide Runden auszureizen.

Ab 130 Zentimetern Körpergrösse öffnen sich die langen, anspruchsvollen Parcours für Erwachsene und Teenager. Die heben wir uns fürs nächste Mal auf. Da waren wir uns erstaunlich schnell einig.

Uebersichtskarte der Parcours im Seilpark Bettmeralp
Waldspielplatz mit Rutsche neben dem Seilpark
CHF 13.–pro Kind, einmal bezahlen und den ganzen Tag klettern
2,5 Std.waren unsere beiden ohne Pause in den Bäumen
09:30–17:00durchgehend geöffnet

Rund um den Seilpark

Die Kids sind angegurtet und startklar und wir bereit für die verdiente Elternzeit.

Zwei Kinder mit Helm und Gurt vor dem Start im Seilpark
Die Eltern machen Pause, waehrend die Kinder im Parcours sind
Willkommenstafel am Eingang zum Seilpark
Infotafel des Heilkraeuterpfads auf der Bettmeralp
Blockhuette des Seilparks Bettmeralp
Auch fuer Erwachsene gibt es Parcours im Seilpark
Essen im Restaurant Alpfrieden.

Nach so viel Bewegung und frischer Luft kommt der Hunger. Zum Glück kann man im Alpfrieden auch gleich Znacht essen. Mein Mann wollte es dann gleich ganz genau wissen und hat die Probe aufs Exempel gemacht und mutig Spaghetti aglio, olio e peperoncini bestellt. Drei Zutaten, kein Versteck, da sieht man sofort, ob eine Küche etwas kann. Die Kinder hatten Fischknusperli und, wer hätte es gedacht, noch einmal Schnitzel, ich das Kalbsgeschnetzelte mit Pilzrahmsauce. Und wirklich: Alle waren happy, alles war sehr fein. Danach hat die Höhenluft den Rest erledigt. Wir haben alle vier geschlafen wie Steine.

Tag zwei · Frühstück

Guten Morgen!

Frühstücksraum des Hotel Alpfrieden
Das Frühstück

Grosse Auswahl, alles stimmt.

Wir sassen morgens um acht fast allein im Saal und haben zugesehen, wie die Sonne über dem Grat aufging. Genau! Nein, natürlich nicht. Wir haben bis 09:30 Uhr durchgeschlafen und dann hopp zum Zmorge.

Gutes Brot, frische Gipfeli, Aufschnitt, viele Käsesorten, Nüsse, Flocken und ein guter Fruchtsalat. Kaffee und Ovi... was will man mehr?

Vom Buffet

Brot und Gipfeli, das Buffet, Müesli und der Fruchtsalat.

Frisches Brot und Gipfeli am Fruehstuecksbuffet
Fruehstuecksbuffet im Hotel Alpfrieden
Muesli und Cerealien am Buffet
Frischer Fruchtsalat zum Fruehstueck
Etappe 05 · Bettmerhorn

Steil, steiler, Bettmerhornbahn

Dann ging es aufs Bettmerhorn, weil wir den Kindern unbedingt den Aletschgletscher zeigen wollten. Hin und Zurück mit der Gondel zu viert für günstige 17 CHF (mit Halbtax).

Talstation der Seilbahn aufs Bettmerhorn
Von hier geht es sehr viel steiler nach oben, als man denkt.
In der Seilbahnkabine Richtung Bettmerhorn
Die Fahrt

Was ist Höhenangst?

Denkt sich wahrscheinlich der Techniker auf dem Bild. Beim letzten Teil kurz vor der Station geht es deutlich steiler hinauf, als wir erwartet hatten. Ich gebe zu, dass ich zwischendurch bewusst nach vorn geschaut habe statt nach unten.

Dafür sahen wir Gämsen am Hang und weiter unten Wanderinnen und Wanderer, die sich die Strecke zu Fuss antaten. Die Kinder fanden es grossartig.

Auf dem Weg nach oben

Die steile Strecke und der Blick zurück auf das Sonnenplateau.

Steile Fahrt mit der Seilbahn aufs Bettmerhorn
Aussicht aus der Seilbahn auf das Sonnenplateau
2647 Meter

Oben ist es zehn Grad kühler und noch stiller.

Die Bergstation Bettmerhorn liegt direkt am Grat. Ein paar Schritte, und der ganze Aletschgletscher liegt vor einem.

Im selben Gebäude ist das Gletschermuseum, die Gletscherausstellung, untergebracht. Der Eintritt kostet nichts.

Bergstation Bettmerhorn auf 2647 Metern
CHF 17.–Seilbahn für alle vier zusammen, mit Halbtax, hin und zurück
2647 mBergstation Bettmerhorn
gratisEintritt ins Gletschermuseum
Etappe 06 · Der Gletscher

Und dann standen wir da,
und die Kinder waren still.

Beide. Gleichzeitig. Das kommt bei uns ungefähr so oft vor wie ein Vollmond am Nachmittag. Es tönt kitschig aber dieser Anblick hat uns alle Demut gelehrt und kein Foto kann diesen Eindruck einfangen.

Viewpoint Bettmerhorn mit Blick auf den Aletschgletscher
Eine Weile gehörte der Viewpoint ganz uns.
Der Beweis

Für das Familienalbum
hat es dann doch gereicht.

Irgendwann muss man das Handy einfach hochhalten und akzeptieren, dass der Gletscher im Hintergrund kleiner aussieht, als er ist.

Familienselfie vor dem Aletschgletscher
Der Grosse Aletschgletscher in voller Laenge
Der Kraftort

In der Ruhe liegt die Kraft

Ein paar Schritte von der Plattform steht ein Schild, das die Stelle als Kraftort ausweist. Daneben stehen Bänke. Wir haben uns hingesetzt und eine ganze Zeit lang einfach nur still die Aussicht genossen.

Ausruhen auf der Bank am Kraftort Bettmerhorn

Am Kraftort

Vier Paar Beine auf der Bank am Kraftort Bettmerhorn
Informationstafel Kraftort auf dem Bettmerhorn
Kind streckt die Arme in die Hoehe am Kraftort
Kraftort auf dem Bettmerhorn mit Blick ins Rhonetal
Der Blick von der Bank

Unten das Rhonetal.
Oben nichts
ausser Wind.

Von der Bank aus schaut man über den Grat hinunter ins Tal, und auf der anderen Seite liegt der Gletscher. Man sitzt genau dazwischen.

Die Kinder haben zum ersten Mal freiwillig zehn Minuten stillgesessen. Ob es an der Höhenluft lag oder an der Aussicht, kann ich nicht sagen.

Etappe 07 · Gletschermuseum

Gratis,
und besser als erwartet.

Weniger bekannt, aber unbedingt mitnehmen: Oben auf dem Bettmerhorn gibt es eine Gletscherausstellung, das Gletschermuseum.

Schild der Ausstellung Faszination Aletschgletscher an der Bergstation
Faszination Aletschgletscher. Der Eintritt kostet nichts.
Historische Figur in der Ausstellung des Gletschermuseums
In der Ausstellung

Leicht spooky,
sagen die Kinder.

In der Ausstellung stehen historische Figuren, denen Gesichter aufprojiziert werden, die dann Geschichten aus vergangener Zeit erzählen.

Der Gletscher im Modell

Zwanzig Kilometer Eis
auf drei Metern Tisch.

So sieht das alles noch einmal anders aus. Ein Miniaturmodell zeigt den ganzen Aletschgletscher mit den umliegenden Gipfeln.

Miniaturmodell des Aletschgletschers im Museum
Bergsteigerfigur in der Ausstellung des Gletschermuseums
Der Bergsteiger

Ausgerüstet wie vor hundert Jahren,
und trotzdem hochgekommen.

In einer Vitrine steht ein Bergsteiger mit Seil, Pickel und einer Ausrüstung, bei der man sich fragt, wie damals überhaupt jemand oben ankam.

Unser Zehnjähriger hat lange davorgestanden und dann gesagt, seine Turnschuhe seien besser. Da hat er wohl recht.

DIE GLETSCHERSPALTE

Nicht ganz so kalt aber auch eindrucksvoll

Der nachgebaute Gletscher mit Lichtinstallation, durch den man hindurchgehen kann. Blaues Licht, kalte Wände, ein schmaler Gang. Abenteuer!

Nachgebaute Gletscherspalte im Gletschermuseum
Etappe 08 · Bettmersee

Nachmittag am Bettmersee

Nach der Rückfahrt vom Bettmerhorn gab es Mittagessen auf der Terrasse des Alpfriedens mit Panorama zur Vorspeise und zum Dessert. Danach ab zum Bettmersee.

Pedalos und Bootshaus am Bettmersee
Das Förderband

Die Kinder hätten es
am liebsten
dreimal gemacht.

Zum Bettmersee kommt man bequem zu Fuss, oder man nimmt das sehr lange Förderband, eine Art Rolltreppe, die im Winter für Ski und Schlitten gedacht ist. Wir haben natürlich das Förderband genommen. Unsere Kinder wären natürlich am liebsten stunden lang auf diesem coolen Förderband herumgetollt. Oben angekommen sind es dann noch einmal etwa fünf Minuten zu Fuss.

Foerderband hinauf zum Bettmersee
Tuerkisfarbenes Wasser des Bettmersees
Badesachen unbedingt mitnehmen.

Wir hatten keine Badesachen dabei. Wir dachten, in den Bergen sei es kühler. Es hatte gute 27 Grad, der See war glasklar, das Wasser ca. 19-20 Grad, und man kann sogar Pedalos mieten. Es hätte perfekt gepasst.

Bootshausrestaurant am Ufer des Bettmersees
Das Bootshaus

Pedalos mieten,
und danach etwas trinken.

Am Bootshaus gibt es ein kleines Restaurant mit Terrasse direkt am Wasser. Egal ob man den See "nur" bestaunen will, baden, mit dem Pedalo die Mitte des Sees erkunden oder einen gemütlichen Spaziergang drumherum machen will... Es hat für alle etwas dabei.

27°in der Sonne, Anfang August
19°Wassertemperatur im Bettmersee
0Badehosen im Gepäck
Der Uferweg

Einmal rundherum,
ohne ein einziges
«Wie weit noch?»

Der Weg um den See ist flach, breit und gut ausgebaut. Mit Kindern schafft man ihn locker in einer halben Stunde, mit Fröschen und Steinen unterwegs eher in zwei.

Uferweg rund um den Bettmersee

Rund um den See

Der Uferweg, das Seepanorama und die Felsen oberhalb des Ufers.

Uferweg rund um den Bettmersee mit Wanderern
Der Bettmersee mit Bergpanorama im Sommer
Felsen und Laerchen beim Bettmersee
Etappe 09 · Glace, Bach und Frösche

Nichts ist so erfrischend wie ein Gletscherbach

Statt zu baden, haben wir die Füsse in einen der vielen Bäche gehalten, die den See speisen. Lange haben wir es nicht ausgehalten und mussten zwischendurch wieder raus, denn das Wasser war wirklich ganz schön kalt.

Bach, der den Bettmersee speist
Die Glace

Glacetime auf der wahrscheinlich
schönsten Bank am See.

Unter einem grossen Baum an der Westseite. Von dort sieht man den ganzen See und die Berge im Hintergrund.

Es gibt am Ufer mehrere Bänke und Picknickplätze, aber diese eine Bank ist die beste.

Glace auf der Bank am Bettmersee
Winziger Frosch auf einer Kinderhand
Der Fund des Tages

Ungefähr zwei
Zentimeter gross.

Am flachen Ufer wimmelt es im August von winzigen Fröschen. Beide Kinder haben eine gute Stunde damit verbracht, welche zu finden, vorsichtig hochzuheben und wieder freizulassen. Wir haben einfach das Bergfeeling auf uns wirken lassen.

Besser als jeder Freizeitpark.

Der Kinderbereich

Kinderplanschbecken.

Ein abgetrennter, ganz flacher Teil des Sees, extra für kleine Kinder ausgeschildert. Man steht knöcheltief im Wasser.

Sprung ins flache Wasser am Bettmersee
Planschen im flachen Uferbereich des Bettmersees
Drei Stunden

Die Natur ist
der eigentliche Luxus.

Wir sassen daneben auf einem Stein und haben zugeschaut. Keine Eintritte, keine Zeitfenster, keine Anmeldung.

Wer schon einmal einen Familienurlaub durchgetaktet hat, weiss, wie selten das ist.

Die erste Kuh

Das gegenseitige Interesse
hielt sich in Grenzen.

Für "Stadtkinder" ist die erste Kuh aus zwei Metern Entfernung ein Ereignis. Für die Kuh eher nicht.

Stadtkinder treffen eine Kuh auf der Bettmeralp
Etappe 10 · Das Dorf

In Love with Bettmeralp

Statt wieder mit dem Förderband zu fahren, sind wir zu Fuss quer durch die Bettmeralp gelaufen. Bilderbuchszenen: kleine Bäche, die durch das Dorf führen, kleine Einzimmerhäuschen und stilvoll hergerichtete Vorgärten... Was für ein Ort.

Bilderbuch-Bettmeralp

Walliser Holzhäuser, ein Bach, der mitten durchs Dorf läuft, und im Sommer ein Schlitten, der auf den Winter wartet.

Panorama ueber das Dorf Bettmeralp mit Walliser Bergkette
Bergbach mit Schlitten auf der Wiese mitten im Dorf Bettmeralp
Kapelle Maria zum Schnee auf der Bettmeralp
Die Dorfrunde

Kapelle Maria zum Schnee im Sommer

Walliser Holzhäuser, Blumenkästen, dazwischen die weisse Kapelle auf ihrem Hügel. Für uns ein wahrer Geheimtipp was Ferien in den Bergen betrifft.

Minigolf

Und plötzlich eine Minigolfanlage.

Die Anlage liegt mitten im Dorf und ist der perfekte Abschluss für einen Tag, an dem alle schon genug gelaufen sind.

Minigolfanlage auf der Bettmeralp
Bahnen der Minigolfanlage Bettmeralp
Die Bahnen

Gewonnen hat nach langem Hin und Her
unsere Achtjährige.

Die Beweislage war dünn, der Schiedsrichter war befangen, und niemand hat mitgeschrieben. Ihr grosser Bruder sieht das bis heute anders. Wir haben es trotzdem so stehen lassen.

Und am Abend haben wir uns noch einmal die Speisekarte vorgenommen.

Zurück im Hotel gab es zuerst eine Ruhepause auf dem Balkon, danach war es ohnehin zu spät, um noch etwas zu unternehmen, und zu früh, um schlafen zu gehen. Also: Restaurant. Zum dritten Mal in drei Tagen, und kein einziges Mal hat jemand gesagt, man könnte ja auch mal woanders essen gehen.

Der Plan B

Schlechtwetterprogramm auf der Bettmeralp

Wir hatten drei Tage Sonne pur und mussten den Plan B nie einlösen. Trotzdem haben wir ihn uns angeschaut, weil man mit Kindern nie weiss. Das Sportzentrum Bachtla gleich neben dem Förderband.

01

Hallenbad

Ein beheiztes Becken direkt im Sportzentrum. Nach drei Tagen Bergsee mit 19 Grad war das für unsere Kinder ein durchaus verlockendes Argument.

02

Indoorspielplatz

Gleich neben dem Bad. Klettern, rutschen, toben. Für einen Regennachmittag reicht das locker.

03

Kletterwand

Ebenfalls unter demselben Dach. Für die Grösseren, die im Seilpark auf den Geschmack gekommen sind.

04

Pumptrack

Direkt davor, im Freien. Wenn es nur bewölkt ist statt nass, drehen die Kinder hier ihre Runden, mit Trottinett oder Velo.

05

Die Lage

Das Sportzentrum Bachtla liegt genau beim Förderband, das zum Bettmersee hinaufführt. Man kommt also mehrmals täglich daran vorbei, ob man will oder nicht.

Sportzentrum Bachtla mit Hallenbad und Indoorspielplatz
Der Plan B, den wir nie gebraucht haben.
Man muss es nicht suchen. Man läuft ohnehin daran vorbei.

Genau das ist der Punkt an der Bettmeralp: Hallenbad, Indoorspielplatz und Kletterwand liegen alle unter einem Dach, der Pumptrack direkt davor, ein paar Minuten vom Hotel und direkt am Weg zum See. Wer bei Regen mit zwei Kindern in einem Hotelzimmer sitzt, weiss, was so ein Gebäude wert ist.

Etappe 11 · Die Abreise

Das musste sie nicht.
Genau deshalb ist es
hängen geblieben.

Am letzten Morgen haben wir ausgeschlafen und noch einmal ausgiebig gefrühstückt. Danach hatten wir das Vergnügen, mit dem Elektromobil des Hotels zur Gondelstation gefahren zu werden. Vielen Dank nochmals an Silvia, die uns und unseren Kindern einen unvergesslichen Aufenthalt beschert hat.

Elektrofahrzeug des Hotel Alpfrieden fuer den Gaestetransport
Auf den letzten Metern

Vier Augenpaare haben
sich angeschaut, und die
Sache war beschlossen.

Ausgerechnet kurz vor der Abreise haben wir entdeckt, dass man auf der Bettmeralp Trottinetts mieten kann.

Trottinetts zum Mieten auf der Bettmeralp
Rückfahrt ohne Stau. Zum ersten Mal seit Jahren.

Mit der Gondel hinunter nach Betten, in den Zug, und dann drei Stunden vierzig im Panoramazug nach Zürich. Ohne Verkehr und Stau... Das gab es in unseren Sommerferien noch nie.

Häufige Fragen

Was Familien vorher
wissen wollen.

Rund dreieinhalb Stunden bis zur Talstation Betten, dann etwa fünf Minuten mit der Gondel hinauf.

Sehr gut sogar. Das Dorf ist autofrei, die Wege sind grösstenteils flach, und zum Bettmersee führt zusätzlich ein Förderband.

Zehn Minuten zu Fuss, flach, dem Waldrand entlang. Unterwegs liegt der Heilkräuterpfad.

Wir sind ohne Anmeldung hin. Vor Ort gibt es Gurt, Helm und Karabiner sowie eine kurze Sicherheitseinweisung.

Ja. Das Wasser lag im August bei 19 Grad, es gibt einen flachen Kinderbereich und am Bootshaus lassen sich Pedalos mieten.

Wir haben mit Halbtax 17 Franken für alle vier zusammen bezahlt, hin und zurück. Mit einer Familienkarte lässt sich noch mehr sparen.

Nein, das Museum an der Bergstation ist kostenlos. Der begehbare Eistunnel war bei unseren Kindern das Highlight.

Das Sportzentrum Bachtla liegt wenige Minuten vom Hotel entfernt und bietet Hallenbad, Indoorspielplatz und Kletterwand unter einem Dach.

Unser Fazit

Für Familien fast
unverschämt gut geeignet.

Drei Tage sind kurz. Aber es waren drei Tage voller neuer Erlebnisse und Bilder, die wir so noch nicht kannten. Die Möglichkeiten vor Ort sind vielfältig und entspannt zu Fuss erreichbar. Zusammen mit der Kulisse: einfach toll.

Alles ist zu Fuss erreichbar, es fahren keine Autos, und die Highlights liegen so nah beieinander, dass man mit Kindern nicht ständig Wege verhandeln muss. Seilpark, See, Gletscher, Museum, Minigolf: in fünfzehn Minuten oder einer Seilbahnfahrt ist alles erreichbar.

Für uns als typische Strandurlauber war das die Überraschung. Wir hatten mit einem Notprogramm gerechnet, weil es zu Hause zu heiss war. Bekommen haben wir Ferien, die sich wie Ferien angefühlt haben.

Das Alpfrieden ist kein Luxushotel und will es auch nicht sein. Es ist ein ehrliches Berghotel mit einfachen Zimmern, einer aussergewöhnlichen Terrasse, einer ausgezeichneten Küche und sympathischen Gastgebern, die einen als Freunde willkommen heissen.

Genau deshalb sind wir hier gelandet, und genau deshalb kommen wir wieder.

Telefon+41 27 927 22 32
E-Mailmail@alpfrieden.ch
AdresseSeestrasse 3, 3992 Bettmeralp
Saison9. Mai – 25. Oktober 2026